Montag, 23. Mai 2022

Die Erinnerung bewahren

Ich habe mich lange zeit an einem Projekt, das Schriftstücke aus der Zeit der Ersten Weltkriegs sammelt und transkribiert um die Informationen für die Nachwelt festzuhalten, beteiligt. Für mich war dieses Projekt eine spannende Reise in die Vergangenheit. Aber es zeigt mir auch mal wieder, wie sehr wir unsere Vergangenheit vernachlässigen. Anscheinend sind nur noch sehr wenige Menschen überhaupt in der Lage, die alte Schrift von "damals" lesen und entziffern zu können. Gerade in der heutigen Zeit bin ich allerdings der Meinung, dass ein Blick in die Vergangenheit lohnt um alte Fehler nicht neu zu machen, aber auch um die Ereignisse der letzten Jahrhunderte zu verstehen und zu analysieren. Ich bin der Meinung, dass die Geschichtsbücher dieser Welt nur einen Teil der gesamten Geschichte und deren Zusammenhänge abbilden können. Umso wichtiger ist es jedoch, dass das Wissen um die alten Schriften nicht in Vergessenheit gerät. Ich glaube, ich persönlich habe hier für mich eine neue Aufgabe gefunden. Das Projekt, von dem ich am Anfang geschrieben habe, bietet eine Vielzahl von Dokumenten, die bearbeitet und transkribiert werden müssen. Ich bin gespannt, welche Schätze, Tragödien, Liebesbotschaften oder Berichte am Ende transkribiert werden konnten.

 

Link

https://europeana.transcribathon.eu/

Freitag, 13. Mai 2022

Alles neu macht der Mai...

 ...so heißt es zumindest in einem Volkslied. Entstanden ist der Monatsname allerdings schon bereits im alten Rom. Dort wurde der Monat mit der Göttin des Wachstums und des Frühlings, Maia in Verbindung gebracht. Der Begriff "Wonnemonat" leitet sich übrigens nicht von dem Wort Wonne, also große Freude ab, sondern geht auf das althochdeutsche Wort "wunnimanod" zurück was soviel wie Weidemonat bedeutet. Schon früh war es in diesem Monat üblich, das Vieh vom Stall auf die Weite zu schicken, wo es dann den Sommer über verbringen konnte.
Übrigens, nicht in allen europäischen Sprachen ist der Monat als "Mai" oder eine ähnlich klingende Variation bekannt. Im Tschechischen nennt man den Monat "Kveten" genannt, was sich aus dem Wort "kvet" für Blüte ableitet. Die Finnen nennen den Monat "toukokuu", womit die Zeit der Aussaat gemeint ist. Der irische Begriff "Bealtaine" hingegen hat einen keltischen Ursprung und bezeichnete dort ein Frühlings- und Fruchtbarkeitsfest.
Wie auch immer ihr den Monat bezeichnet, ich hoffe ihr seid gut hinein gekommen und könnt die Maisonne ein wenig genießen.

Die Sache mit dem Sprachverfall

 Immer wieder höre und lese ich, dass die Jugend von heute nicht mehr in der Lage ist, sich "richtig" auszudrücken. Der so genannt...