Montag, 13. Juni 2022

Es gibt noch Hoffnung

Vor ein paar Monaten habe ich einen Post über die Verwendung von eigentlich neutralen Begriffen, die heute in einem negativen Kontext gesehen werden geschrieben. Vor ein paar Tagen habe ich wieder einmal erlebt, dass offensichtlich ein Umdenken, zumindest bei einzelnen Personen stattfindet. Als regelmäßiger Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs bleibt es bei mir nicht aus, dass ich die ein oder anderen Wortfetzen aus Gesprächen meiner Mitmenschen mitbekomme. In diesem Fall hat sich eine Gruppe von Jugendlichen über die üblichen Themen unterhalten, wobei irgendwann die Bemerkung fiel, wie "behindert" eine Aktion doch gewesen sei. Interessant war die Reaktion der anderen Gruppenmitglieder, die sofort darauf hingewiesen haben, dass "man doch so etwas nicht mehr sagt." Es sei schließlich ziemlich "lame" diese Wort zu benutzen. Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt. Mich würde es freuen, wenn wir wieder mehr darauf achten, welche Wörter eigentlich wertfrei genutzt werden sollten, und welche Wörter sich tatsächlich für eine Bewertung eignen. In dem Zusammenhang frage ich mich manchmal, ob unser Drang zur political correctnes nicht genau das Gegenteil bewirkt von dem, was es eigentlich bewirken soll. Wenn man nicht "scheiße" sagen darf, nutzt man halt andere Begriffe. Vielleicht sollten wir hier mit den "klassischen" Kraftausdrücken etwas gnädiger sein, bevor weitere Gruppen durch eine falsche Wortwahl herabgesetzt werden. Aber das ist eine andere Geschichte.

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